Der Media-Account gehört dem Kunden!


 

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Es ist überraschend, dass nach über 20 Jahre Online-Marketing immer noch darüber geschrieben werden muss, aber in den letzten Jahren hat sich die Situation eher wieder verschlechtert. Die Konten, der einzelnen Medien, die von einem Werbetreibenden gebucht werden (Google Ads, Facebook, Programmatic, etc.), gehören noch zu häufig den Agenturen.

 

 

 

Die Vorteile für das eigene Mediakonto liegen aber auf der Hand:

  • Komplette Transparenz darüber, was in meinem Konto wirklich gebucht wird und welche Ergebnisse erzielt werden.
  • Leichterer Wechsel von einem Dienstleister, wenn die Leistungen nicht stimmen
  • Die historischen Daten gehen bei einem Agenturwechsel nicht verloren
  • Verknüpfungen von verschiedenen Agenturen sind viel einfacher möglich

Die Gründe warum viele Agenturen es lieber anders machen, liegen auch auf der Hand. Zum einen haben sie die Kontrolle über die Transparenz, die sie geben möchten. Sie können entscheiden, welche Informationen der Kampagnen gesehen werden und welche nicht. Vor allem können sie die real gezahlten Mediakosten verbergen und dem Kunden «Mediakosten» auftischen, die deutlich höher liegen. Diese Aufschläge sind dann leider nicht nur die 25%, die man mit ein wenig guten Willen, vielleicht noch verargumentieren könnte, sondern z.T. deutlich über 100%.

Zum anderen liegen die historischen Daten des Kontos dann bei der Agentur. Diese beinhalten alle Testergebnisse und Erfahrungen, die man gesammelt hat. Ausserdem optimieren viele heutige Medien automatisiert die Kampagnen und das tun sie natürlich auch mit den Daten des Kontos. Wird das Konto gewechselt, verliert man diese Daten und unter Umständen einiges an Performance. Ein Agenturwechsel wird so noch ein Stück teurer als es eh schon ist.

Dabei wäre die Aneignung des eigenen Kontos eine relativ einfache Sache. Man muss lediglich das Konto erstellen (oder erstellen lassen) und der Agentur vorgeben, dass sie darüber einbuchen muss. Das ist in den meisten Fällen keine lange Sache. Sei es das Google Ads Konto, das Facebook Werbekonto oder das LinkedIn Campaign Manager Konto. Ein wenig aufwendiger ist es bei Programmatic, aber wenn man als Kunde langfristig programmatische Kampagnen buchen möchte, ist es hier sehr zu empfehlen einen eigenen Account zu eröffnen.

Viele Werbetreibenden lassen sich aber noch zu schnell davon abbringen dies selbst unter Kontrolle zu haben. Stark zugenommen haben z.B. Geschäftsmodelle von Agenturen, die alles in einem Paket verkaufen. Dies häufig mit einer Begründung, dass sie dadurch alles besser optimieren und abstimmen könnten. Das ist aber meist nur ein Vorwand um sich die Intransparenz mit diesem Modell teuer bezahlen zu lassen. So gut es auch klingt, Hände weg davon!